Klimaneutralität bei Global Produce

Das Geschäftsfeld Global Produce der BayWa AG arbeitet an seinen deutschen Standorten seit 2018 klimaneutral. Der Verbrauch von Strom, Gas und Heizöl wurde konsequent reduziert und zugleich in Energiegewinnung aus erneuerbaren Quellen investiert. Die noch verbleibenden Emissionen kompensiert Global Produce mit dem Kauf hochwertiger CO₂-Zertifikate. Christiane Bell, Leiterin des Geschäftsfelds Global Produce der BayWa, hat das Konzept der Klimaneutralität maßgeblich vorangetrieben.

Frau Bell, warum setzen Sie auf Klimaneutralität? 

Bell: Nachhaltigkeit war für mich schon immer ein zentrales Thema. Meines Erachtens müssen wir alles tun, was in unserem Verantwortungsbereich möglich ist, um dazu beizutragen. Mit dem Anspruch an Klimaneutralität bei Global Produce versuchen wir, zukünftige Anforderungen von Stakeholdern zu antizipieren. Uns ist wichtig, proaktiv zu handeln und mutig Klimaprojekte umzusetzen. Daher haben wir 2017 unseren größten Produktionsstandort, Kressbronn am Bodensee, klimaneutral gestellt. Seit Juni 2018 sind auch die restlichen deutschen Standorte klimaneutral.

Was war entscheidend für die erfolgreiche Umsetzung des Konzepts?

Bell: Nachhaltigkeit bei gleichzeitiger Wirtschaftlichkeit – das ist mein Motto. Wir wollten Klimaneutralität primär durch operative Verbesserung erreichen. So haben wir unseren Standort Kressbronn mit einer Pellet-Heizung ausgestattet, die Photovoltaikanlage für die eigene Stromversorgung erweitert, die Beleuchtung auf LED umgestellt sowie ein Energiemanagementsystem eingeführt, wodurch auch in Zukunft Einsparpotenziale identifiziert werden. Ein wichtiger Erfolgsfaktor auf diesem Weg sind unsere Mitarbeiter. Dass wir sie für unser Ziel gewinnen konnten, hat die Umsetzung beschleunigt. Letzten Endes mussten nur noch 10 Prozent der ursprünglichen Emissionen durch den Kauf von Zertifikaten kompensiert werden.

Welche Klimaziele verfolgen Sie als Nächstes?                                                                                                       

Bell: Wir wollen die CO2-Neutralität unserer deutschen Standorte mit dem Zertifikat Klimaneutralität einer anerkannten, neutralen Zertifizierungsstelle bescheinigen lassen. Mittelfristig sollen auch unsere Tochtergesellschaften T&G Global in Neuseeland und TFC Holland klimaneutral werden. Langfristig streben wir eine negative CO2-Bilanz für Global Produce an.