Expertenrunde zu „Klimaschutz in der Lieferkette“

22.11.2019

Wie können es Unternehmen schaffen, die Treibhausgasemissionen entlang ihrer kompletten Wertschöpfungskette zu reduzieren? Diese Frage diskutierten am 22.11.2019 rund 70 Nachhaltigkeitsexperten in der Zentrale der BayWa AG in München. Das Ziel der vom Deutschen Global Compact Netzwerk, der sustainable AG und dem WWF organisierten Konferenz: sich zu den praktischen Herausforderungen des Klimawandels für Unternehmen austauschen, Netzwerke knüpfen, voneinander lernen. Die Grundlage bildete dabei ein von der Umweltschutzorganisation WWF zusammen mit der Unternehmensberatung sustainable AG veröffentlichtes Diskussionspapier, das die Hindernisse für Klimaschutz in Lieferketten identifiziert und Lösungsvorschläge zur Überwindung dieser macht.

 

BayWa CEO Prof. Klaus Josef Lutz eröffnete die Expertenrunde mit einem Grußwort. Dabei betonte er: „Der Kampf gegen den Klimawandel wird nur gelingen, wenn Unternehmen neue Geschäftsmodelle entwickeln, die zur CO2 Reduktion beitragen und dabei auch profitabel sind.“ Als Beispiel nannte er den Einstieg der BayWa ins Projektgeschäft mit Erneuerbaren Energien 2009. „Heute ist unsere Tochtergesellschaft BayWa r.e. mit Projekten wie Don Rodrigo – dem ersten Solarkraftwerk in Europa, das gänzlich ohne staatliche Förderung auskommt –, zum einen ein international erfolgreicher Mitgestalter der Energiewende. Zum anderen leistet das Geschäftsfeld einen signifikanten Beitrag zum Gesamtergebnis des BayWa Konzerns.“

 

Welche Maßnahmen die BayWa im Rahmen ihrer Klimastrategie umsetzt, um Treibhausgasemissionen zu reduzieren, stellte Jessica Paffen, Leiterin Corporate Sustainability bei der BayWa AG, vor. Das Ziel der BayWa ist es, bis 2025 die Treibhausgasemissionen aus Standorten, Fuhrpark und eigener Logistik um 22 Prozent gegenüber 2017 zu reduzieren und bis 2030 konzernweit komplett klimaneutral zu sein. „Außerdem arbeiten wir darüber hinaus bereits daran, die Aktivitäten der gesamten Wertschöpfungskette mit einzubeziehen“, erklärte Paffen. „Wir müssen hier gemeinsam mit unseren Kunden und Lieferanten an einem Strang ziehen“.

 

Nach weiteren Impulsreferaten und intensiven Gruppenarbeiten war das am Ende der Veranstaltung auch der Tenor der anwesenden Nachhaltigkeitsexperten: Unternehmen werden die Herausforderungen des Klimawandels nur meistern, wenn sie zusammenarbeiten: Zum einen mit den Akteuren in der Lieferkette, zum anderen aber auch untereinander. Und dass mit der Veranstaltung in diese Richtung ein entscheidender Schritt nach vorne gemacht wurde, darüber waren sich alle einig.

Diskussionspapier „Overcoming barriers for the corporate scope three action in the supply chain“