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Stärkekartoffeltag steht im Zeichen der Klimaresilienz

Nach einem erfolgreichen Debüt 2019 in Mintraching, Kreis Regensburg, mit rund 200 Gästen, findet der Stärkekartoffelfeldtag in diesem Jahr digital statt. In 21 Kurz-Videos informieren die Kartoffelexperten von BayWa AG und Südstärke GmbH über aktuelle Versuchsergebnisse und Trends im Anbau von Stärkekartoffeln. Ein besonderer Fokus liegt auf der Klimaresilienz: Durch satellitengestützte Beregnung können Erzeuger schon heute ökonomisch und ökologisch nachhaltig auf zunehmende Hitze- und Trockenperioden reagieren. Darüber hinaus kündigt die Südstärke Ihre Unterstützung bei der Züchtung von klimastabilen Sorten an. Interessierte können den digitalen Feldtag noch bis Ende kommenden Jahres auf dem BayWa Portal und BayWa Youtube-Kanal abrufen.

„Sorten reagieren unterschiedlich auf klimatische Bedingungen. In dem Zusammenhang war es besonders spannend zu sehen, wie sich die Bewässerung auf den Knollenertrag und Stärkegehalt in Summe auswirken“, sagt Alexander Koch, Leiter Pflanzkartoffel bei der BayWa AG. 18 Stärkekartoffelsorten hat die BayWa jeweils in einer beregneten und nicht beregneten Variante getestet. Neben Einzelvideos, in denen Koch die Sorten vorstellt, werden auch die Ertragsergebnisse auf dem digitalen Stärkekartoffelfeldtag präsentiert.

Dass der Einsatz von Regnern mit Hilfe aus dem Weltall noch smarter als mit herkömmlichen Methoden gelingt, zeigt ein Video zur teilflächenspezifischen Bewässerung mit „VariableRain“: Anstatt die Pflanzen flächeneinheitlich zu beregnen wird der Wasserbedarf anhand von Satellitendaten in einem Raster von 0,01 Hektar exakt ermittelt. In mehrjährigen Versuchen wurden damit Mehrerträge von fast 30 Prozent erzielt. Darüber hinaus spart „VariableRain“ Wasser und Energie, verhindert die Auswaschung von Bodennährstoffen und erhöht die Pflanzengesundheit.

Perspektivisch erhoffen sich die Anbauer auch von der Sortenzüchtung Antworten auf den Klimawandel. In einer aktuellen Umfrage haben mehr als 600 Anbauer die Südstärke ermutigt, die Züchtung von hitze-, trocken- und staunässetoleranten Sorten voranzutreiben. „Im ersten Schritt werden unsere wissenschaftlichen Partner 100 jetzt schon vorhandene Sorten genetisch analysieren, welches Potenzial in ihnen steckt“, sagt Dr. Stefan Dick, Geschäftsführer der Südstärke GmbH. Im Kern geht es darum, sogenannte Gen-Marker zu finden, die bei der anschließenden Selektion helfen können. „Wichtig ist: Es handelt sich dabei nicht um Gentechnik, sondern um eine Auswahl, die uns hilft, in der Züchtung schneller voranzukommen“, so Dick. In zirka zehn Jahren könnten die ersten klimastabilen Stärkekartoffelsorten auf den Acker kommen.

 

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