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BayWa Württemberg 2019 erfolgreich unterwegs - Unterstützung bei der Suche nach Erntehelfern

Die BayWa Württemberg hat 2019 den Umsatz auf 627 Mio. Euro* gesteigert (Vorjahr: 593 Mio. Euro*). Die Bereiche Agrar, Obst, Energie und Baustoffe legten zu; die Technik war weiter auf hohem Niveau unterwegs. Das Investitionsvolumen der BayWa in Württemberg lag bei rund 6,8 Mio. Euro. Zirka 70 Prozent der Aufträge gingen an Unternehmen, Handwerker und Dienstleister in der Region. Für das laufende Jahr sind an den Standorten Investitionen in Höhe von fast 16 Mio. Euro geplant. Zudem treibt das Unternehmen in allen Bereichen die Themen Nachhaltigkeit und Digitalisierung voran, verknüpft Online-Angebote mit Leistungen an den Betrieben vor Ort. 

Traditionell stark engagiert sich die BayWa in der Aus- und Weiterbildung in der Region. Die BayWa ist in Württemberg in den Bereichen Agrar, Technik, Energie 
und Baustoffe mit mehr als 1.000 Mitarbeitern* vertreten; darunter sind fast zehn Prozent Azubis. Diese Ausbildungsquote liegt deutlich über dem Bundesdurchschnitt.

Auch in der COVID-19-Krise erfüllt die BayWa eine wichtige Versorgungsfunktion für die Region Württemberg in den Bereichen Agrar, Energie und Bau. Angesichts der COVID-19-Krise ist derzeit allerdings nicht seriös einschätzbar, wie das Geschäftsjahr 2020 weiter verlaufen wird.

Aufgrund von Einreisebeschränkungen für Saisonarbeitskräfte infolge der COVID-19-Krise suchen Landwirte händeringend nach Erntehelfern. Zwar dürfen bis einschließlich Juni 80.000 Saisonarbeitskräfte aus Osteuropa nach Deutschland einreisen. Da aber insgesamt rund 300.000 Helfer fehlen, hoffen die Landwirte auch auf fachfremde Freiwillige. Die BayWa unterstützt die Landwirte bei der Suche durch die Vernetzung von Informationen und Vermittlungsplattformen auf www.baywa.com 

Agrar: Öko-Spezialstandort in Heilbronn
Der Agrarbereich blieb mit 230 Mio. Euro Umsatz auf dem Vorjahresniveau (Vorjahr: 229 Mio. Euro). „Beim Getreide haben wir rund fünf Prozent mehr erfasst und vermarktet als im Vorjahr. Im Futtermittelbereich und beim Saatgut konnten wir den Absatz steigern“, merkt Gerd Mezger an, der Spartengeschäftsführer Agrar. Die Nachfrage nach Düngemitteln ging zurück. Die Landwirte stellten sich auf die stärkere Trockenheit ein, zudem mache sich die Düngeverordnung bemerkbar – und die Umstellung von Betrieben auf Ökolandwirtschaft.

Das Angebot für Ökolandwirte baut die BayWa Württemberg laufend weiter aus: Einer der beiden Agrarbetriebe in Heilbronn erfasst seit der Ernte 2019 ausschließlich Bioprodukte. Rund 100.000 Euro investierte die BayWa in Umbau und Neuorganisation des inzwischen zertifizierten Betriebs. „Die Erfassung und Vermarktung von Bioprodukten bauen wir kontinuierlich aus. Die Fachberatung für die Kunden werden wir weiter verstärken und einen zusätzlichen Spezialisten ins Team holen“, sagt Gerd Mezger. 

Im Agrarbereich investiert die BayWa in Württemberg 2019/2020 rund 4,6 Mio. Euro. In Nellingen wurde 2019 die neue Anlage zur Getreideerfassung fertiggestellt. Investitionssumme: rund 1 Mio. Euro. In Nürtingen wird die BayWa ein neues Lagerhaus errichten, plant dafür Investitionen von rund 2,8 Mio. Euro. An einer Reihe von Standorten in Württemberg stehen Modernisierungen an, die Anschaffung von modernen Logistik-Fahrzeugen geht weiter.

Obst: Umsatz deutlich gesteigert
Der Obstbereich in Württemberg steigerte den Umsatz deutlich auf 55 Mio. Euro (Vorjahr: 34 Mio. Euro). Nach dem Frostjahr 2017 und der Rekordernte 2018 brachte der vergangene Herbst den Obsterzeugern eine leicht unterdurchschnittliche Ernte. „Die Herbstvermarktung 2019 war erheblich lebhafter als im Vorjahr, weil die Erntemengen aus Hausgärten und Streuobstanbau vergleichsweise gering waren. In der ersten Jahreshälfte profitierte das Kernobstgeschäft durch Aufbereitungs- und Packdienstleistungen aufgrund der höheren Bestände aus der Rekordernte 2018, allerdings bei niedrigen Preisen. Bis Ende September haben die Lagermengen aus 2018 die Vermarktung mitbestimmt. Im weiteren Verlauf trugen die besseren Fruchtqualitäten der neuen Saison sowie das stabile Preisniveau aufgrund der europaweit um 20 Prozent geringeren Obsternte 2019 zur deutlichen Umsatzsteigerung bei“, erläutert Christian Rothfuss, Geschäftsführer bei BayWa Obst. 

Bereits seit 2018 arbeiten sämtliche Obst-Standorte der BayWa in Deutschland klimaneutral. In Öhringen wurde 2019 eine Photovoltaikanlage installiert; den Sonnenstrom verbraucht die BayWa vor Ort. In Ravensburg läuft aktuell ein weiterer Abschnitt der Dachsanierung; dort wird ebenfalls eine PV-Anlage installiert, die Sonnenstrom-Produktion für den Eigenverbrauch beginnt voraussichtlich im Frühsommer. In Kressbronn geht es heuer mit dem Umbau und der Erweiterung der Packstation weiter. Für Ailingen schafft die BayWa eine Verpackungsmaschine für Steinobst an. Insgesamt liegen die Investitionen 2019/2020 an den Obststandorten bei rund 9 Mio. Euro.

Smart Farming-Lösungen weiter ausgebaut
Die BayWa treibt für die Landwirte das Thema Automatisierung und Digitalisierung weiter intensiv voran. Eine wichtige Rolle spielen dabei Lösungen der Marke Next Farming, entwickelt von der BayWa Tochter FarmFacts GmbH. Bereits heute werden 25 Prozent der landwirtschaftlichen Flächen in Deutschland mit Next Farming bearbeitet, rund 19.000 Landwirte nutzen die satellitengestützten Anwendungen zum Beispiel für teilflächenspezifische Aussaat oder Düngung. Dass Digitalisierung und Nachhaltigkeit direkt ineinandergreifen, unterstreicht ein neues Digital-Servicepaket der BayWa, mit dem der Landwirt ertragsschwache Teilflächen insbesondere in Grenznähe zu Naturschutz- und Waldflächen oder Fließgewässern im Sinne der Ökologie nutzen kann. Er kann Blühflächen anbauen, die zum Erhalt der Artenvielfalt beitragen. Dies wird gefördert – und ist auch für Landwirte praktikabel, die bislang keine Erfahrung mit Smart Farming haben. 


Spezialprojekt mit württembergischen Landwirten
Um die digitalen Angebote insbesondere für kleinere Betriebe weiterzuentwickeln, tauscht sich die BayWa in einem Sonderprojekt regelmäßig mit den württembergischen Landwirten Jürgen Rüdt und Joachim Unger aus.

Mit Hilfe der Digitalisierung forciert die BayWa zudem ökologische Alternativen im Pflanzenschutz: Schlupfwespen werden mit Drohnen ausgebracht, um Schäden durch den Maiszünsler zu verhindern. Die Nachfrage nach dieser Methode steigt laut Mezger stetig: Inzwischen wird eine mehr als doppelt so große Fläche per Drohne beflogen wie 2018.


Technik: Brackenheim erweitert Werkstatt
Die Technik verzeichnet gegenüber dem Ausnahme-Jahr 2018 lediglich einen leichten Umsatzrückgang. Der Umsatz lag in Württemberg 2019 bei 123 Mio. Euro (Vorjahr: 128 Mio. Euro). „Die Spezialisierung im Vertrieb und im Werkstatt-Service auf Ackerbau und Sonderkulturen sowie auf einzelne Hersteller zahlt sich nachhaltig aus. Zudem sind in Württemberg inzwischen vier Spezialisten für Smart Farming tätig, die unsere Werkstätten unterstützen. Wir werden weitere Experten ausbilden, in Spezialwissen in der Region investieren“, sagt Erich Geßler, Spartengeschäftsführer Technik.

In die Technik-Betriebe in Württemberg investiert die BayWa 2019/2020 rund 4,4 Mio. Euro. In die Erweiterung des Standorts in Brackenheim flossen rund 1,3 Mio. Euro. BayWa Technik baute dort ihr Maschinen- und Serviceangebot weiter aus; verbreitert und vertieft wurde das Spektrum für Weinbau-Betriebe. Für diese Zielgruppe steht jetzt ein eigenes Werkstatt-Gebäude zur Verfügung, die Techniker setzen individuelle Lösungen für Weinbauern um. Erich Geßler: „Die Montage von Steillagen-Bremsen übernimmt unser Team genauso wie den Anbau eines Anfahrtsschutzes für Laubschneidemaschinen. Und mit Reparatur und Service von Traubenvollerntemaschinen haben unsere Leute viel Erfahrung.“
 
Energie: Holzpellets-Absatz stieg um ein Viertel
Der Energie-Bereich steigerte seinen Umsatz in Württemberg auf 137 Mio. Euro (Vorjahr: 126 Mio. Euro). Gründe dafür waren laut Bernd Seiler, Regionalleiter Energie, unter anderem der starke Dieselverkauf auf Baustellen, teils zogen Kunden den Heizölkauf aufgrund des Klimaschutzpakets des Bundes vor. Der Absatz von Holzpellets stieg im Jahr 2019 um ein Viertel im Vergleich zu 2018. Im Zuge der Energiewende schafften sich mehr Bauherren und Hausbesitzer eine Pellets-Heizung an.

Der Energiebereich investiert in Württemberg 2019/2020 rund 1 Mio. Euro, das Unternehmen baut die Ausfuhrlogistik für Kraft- und Brennstoffe zusätzlich aus.

LNG-Tankstelle für Freiberg, E-Mobilität für Flotten
Erneut erweitert hat die BayWa ihr Angebot für alternative Mobilität. In Freiberg am Neckar errichtet die BayWa eine LNG-Tankstelle, der Aufbau ist für kommenden Winter geplant. LNG (Liquefied Natural Gas), verflüssigtes Erdgas, verursacht weniger CO2- und weniger Stickoxid-Emissionen als Diesel. Und mit ihrem Angebot für Elektromobilität spricht die BayWa insbesondere Flottenbetreiber wie Speditionen, Gewerbe oder Kommunen an. Das Spektrum reicht von Flottenanalysen und Mobilitätskonzepten bis hin zur Montage und Wartung von Ladeinfrastruktur. Damit die E-Fahrzeuge direkt vor Ort grünen Strom laden können, realisiert die BayWa für ihre Kunden neben der Ladeinfrastruktur auch Photovoltaik-Anlagen. Für Bauhöfe oder Stadtgärtnereien hat die BayWa bereits Elektrotransporter im Sortiment. Das Kommunaltechnik-Zentrum für Württemberg ist in Heimerdingen angesiedelt. Für die Landwirtschaft gibt es beispielsweise strombetriebene Futtermischwagen.

Baustoffe: BauGesund-Partnerschaften mit Handwerk
Der Baustoff-Umsatz stieg 2019 auf 82 Mio. Euro* (Vorjahr: 76 Mio. Euro*). „Die Nachfrage nahm auch 2019 in allen Sortimentsbereichen zu. Um Kunden verlässlich und rasch zu beliefern, haben wir unsere Logistik weiter gestärkt“, sagt Dieter Burger, Spartengeschäftsführer Baustoffe.

Die BayWa investiert 2019/2020 in Württemberg im Baustoffbereich rund 3,5 Mio. Euro. Der Großteil fließt in die Erweiterung des Baustoffzentrums in Biberach. Dort entsteht der erste „Zuhause-Standort“ in der Region, mit dem breiten Sortiment für den Innenausbau spricht die BayWa insbesondere Bauträger und Privatkunden an. Für den Standort Schelklingen bei Ulm hat die BayWa ebenfalls eine Erweiterung und Modernisierung ins Programm genommen. 

Das Thema Wohngesundheit treibt die BayWa weiter voran. Mit BauGesund-Partnerschaften spricht sie Handwerker ebenso an wie Bauträger und Architekten. 
Das Leistungspaket reicht von Schulungen rund um gesundes Bauen und Renovieren über den Zugriff auf emissionsarme Baustoffe, die zu einem gesunden Wohnklima beitragen, bis hin zu Raumluftmessungen durch Experten. 

Privaten Bauherren und Modernisierern steht ein umfassender Fördermittel-Service der BayWa zur Verfügung – zu den Leistungen, die sich aus dem Klimaschutzpaket des Bundes ergeben. Die Berater der BayWa zeigen auf, welche Energieeffizienz-Investitionen im Einzelfall sinnvoll sind, welche Fördermittel es gibt und wickeln die Antragstellung für den Kunden ab.

*ohne Haustechnik. Seit Anfang 2019 tritt der Haustechnikbereich der BayWa als 100-prozentige Konzerngesellschaft auf. Die BayWa Haustechnik GmbH ist überregionaler Anbieter von Installationsdienstleistungen für Heizung, Sanitär und Lüftung.

 

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  • © BayWa AG, Abdruck honorarfrei: Schlupfwespen werden mit Drohnen ausgebracht, um Schäden durch den Maiszünsler zu verhindern. Mit Hilfe der Digitalisierung können vermehrt ökologische Alternativen im Pflanzenschutz vorangetrieben werden. 2,6 MB / JPG Download