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BayWa Sachsen mit Gesamt-Umsatz 2019 zufrieden – Unterstützung bei der Suche nach Erntehelfern

Die BayWa Sachsen hat 2019 einen Umsatz von 543 Mio. Euro erzielt (Vorjahr: 555 Mio. Euro). Die Technik steigerte den Umsatz, Energie und Baustoffe lagen in etwa auf Vorjahresniveau. Im Agrarbereich ging der Umsatz vor allem aufgrund erneut extremer Wetterbedingungen zurück. Das Investitionsvolumen der BayWa in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Brandenburg lag bei rund 7,8 Mio. Euro. Zirka 60 Prozent der Aufträge gingen an Unternehmen, Handwerker und Dienstleister in der Region. Für das laufende Jahr sind an den Standorten Investitionen in Höhe von 12 Mio. Euro geplant. Zudem treibt das Unternehmen in allen Bereichen die Themen Nachhaltigkeit und Digitalisierung voran, verknüpft Online-Angebote mit Leistungen an den Betrieben vor Ort. 

Auch in der COVID-19-Krise erfüllt die BayWa in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Brandenburg eine wichtige Versorgungsfunktion in den Bereichen Agrar, Energie und Bau. Angesichts der COVID-19-Krise ist derzeit allerdings nicht seriös einschätzbar, wie das Geschäftsjahr 2020 weiter verlaufen wird. 
Aufgrund von Einreisebeschränkungen für Saisonarbeitskräfte infolge der COVID-19-Krise suchen Landwirte händeringend nach Erntehelfern. Zwar dürfen bis einschließlich Juni 80.000 Saisonarbeitskräfte aus Osteuropa nach Deutschland einreisen. Da aber insgesamt rund 300.000 Helfer fehlen, hoffen die Landwirte auch auf fachfremde Freiwillige. Die BayWa unterstützt die Landwirte bei der Suche durch die Vernetzung von Informationen und Vermittlungsplattformen auf www.baywa.com .

Agrar: Trockenheit beeinträchtigte erneut Geschäft
Im Agrarbereich lag der Umsatz 2019 bei 309 Mio. Euro (Vorjahr: 320 Mio. Euro). „Der Agrarbereich hatte erneut mit extremen Wettereinflüssen zu kämpfen, angesichts dessen liegt der Umsatz auf einem ansehnlichen Niveau“, sagt Max Huber, Spartengeschäftsführer Agrar. Der sehr trockene Juni setzte insbesondere Weizen und Sommergetreide zu – bei der Menge und bei der Qualität. Die Rapsernte lag 2019 unter dem langjährigen Durchschnitt. Die ertragreichste Frucht war die Wintergerste. Nacherfassung von Getreide fand im Geschäftsjahr 2019 kaum statt, weil die Erntemengen 2018 sehr gering ausgefallen waren. 

Aufgrund der Trockenheit waren die Agrarunternehmen 2019 im Schnitt auch zurückhaltender beim Einsatz von Pflanzenschutzmitteln. Der Einsatz von Düngemitteln geht infolge der Düngeverordnung zurück – und auch, weil Betriebe auf ökologische Landwirtschaft umstellen. Die BayWa hat ihr Angebot für Ökolandwirte in der Region weiter ausgebaut.

In Großenhain entsteht am jetzigen Agrar-Standort ein gemeinsames Büro mit dem Technik-Team, das ebenfalls vor Ort investiert (siehe auch Seite 5). An diversen Standorten schafft die BayWa technische Ausstattung an, zudem finden energetische Modernisierungen statt. Insgesamt liegen die Investitionen im Agrarbereich 2019/2020 bei 11,3 Mio. Euro.

Smart Farming-Lösungen weiter ausgebaut
Die BayWa treibt für die Landwirte das Thema Automatisierung und Digitalisierung weiter intensiv voran. Eine wichtige Rolle spielen dabei Lösungen der Marke Next Farming, entwickelt von der BayWa Tochter FarmFacts GmbH. Bereits heute werden 25 Prozent der landwirtschaftlichen Flächen in Deutschland mit Next Farming bearbeitet, rund 19.000 Landwirte nutzen zum Beispiel die satellitengestützten Anwendungen für teilflächenspezifische Aussaat oder Düngung. Dass Digitalisierung und Nachhaltigkeit direkt ineinandergreifen, unterstreicht ein neues Digital-Servicepaket der BayWa, mit dem der Landwirt ertragsschwache Teilflächen insbesondere in Grenznähe zu Naturschutz- und Waldflächen oder Fließgewässern im Sinne der Ökologie nutzen kann. Er kann Blühflächen anbauen, die zum Erhalt der Artenvielfalt beitragen. Dies wird gefördert – und ist auch für Landwirte praktikabel, die bislang keine Erfahrung mit Smart Farming haben. 

Spezialprojekt mit Landwirt im Altenburger Land
Um die digitalen Angebote weiterzuentwickeln, tauscht sich die BayWa in einem Sonderprojekt regelmäßig mit einem landwirtschaftlichen Unternehmen im Altenburger Land aus.

Technik: Hohes Niveau bei Service-Leistungen
Die Technik steigerte den Umsatz auf 79 Mio. Euro (Vorjahr 77 Mio. Euro).  „Die weitere Spezialisierung im Vertrieb und das hohe Niveau, das die Werkstatt-Teams bei den Serviceleistungen bieten, waren auch 2019 Treiber für einen weiteren Umsatzanstieg“, so Reinhold Bichle, Spartengeschäftsführer Technik. Weil der Ernte-Zeitraum 2019 sehr kurz war, waren die Anforderungen an die Werkstatt-Teams besonders hoch.

Das Investitionsvolumen der Technik liegt 2019/2020 bei insgesamt rund 3,9 Mio. Euro. In Neumark wird voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte der neue Betrieb mit Werkstatt, Maschinenhalle und Ausstellungsfläche eröffnet. In Großenhain investiert die Technik in ähnliche Anlagen, baut neu auf dem Gelände von Agrar. Baubeginn ist voraussichtlich noch 2020. 

Energie: Holzpellets-Absatz stieg um ein Viertel
Der Energie-Bereich erreichte mit 63 Mio. Euro einen Umsatz in etwa auf Vorjahresniveau (Vorjahr 65 Mio. Euro). „Das Jahr 2019 war wieder geprägt von starkem Diesel-Verkauf auf Baustellen, den Heizölkauf zogen Kunden teils aufgrund des Klimaschutzpaketes des Bundes vor“, so Karl-Heinz Hertlein, Regionalleiter Energie. Der Absatz von Holzpellets stieg im Jahr 2019 um ein Viertel im Vergleich zu 2018. Im Zuge der Energiewende schafften sich mehr Bauherren und Hausbesitzer eine Pellets-Heizung an. 

Die Ausfuhrlogistik für Kraft- und Brennstoffe verstärkt das Unternehmen in der Region zusätzlich. Insgesamt investiert der Energiebereich 2019/2020 gut 1 Mio. Euro.

E-Mobilität für Unternehmen, Kommunen, Landwirte
Weiter ausgebaut hat die BayWa ihr Angebot für Elektromobilität. Sie spricht damit insbesondere Flottenbetreiber wie Speditionen, Gewerbe oder Kommunen an. Das Spektrum reicht von Flottenanalysen und Mobilitätskonzepten bis hin zur Montage und Wartung von Ladeinfrastruktur. Damit die E-Fahrzeuge direkt vor Ort grünen Strom laden können, realisiert die BayWa für ihre Kunden neben der Ladeinfrastruktur auch Photovoltaik-Anlagen. Für Bauhöfe oder Stadtgärtnereien hat die BayWa bereits Elektrotransporter im Sortiment. Interessierte können sich an die Experten im Technik-Zentrum in Döbeln wenden. Für die Landwirtschaft gibt es beispielsweise strombetriebene Futtermischwagen.

Baustoffe: BauGesund-Partnerschaften mit Handwerk
Der Baustoffbereich erzielte mit 92 Mio. Euro nahezu den Vorjahresumsatz (93 Mio. Euro). „Die Nachfrage stieg 2019 in allen Sortimentsbereichen. Durch unsere zunehmende Spezialisierung gewinnen wir mehr und mehr Handwerker, die sich ganz bewusst in bestimmten Bereichen positionieren. Um Kunden verlässlich und rasch zu beliefern, haben wir unsere Logistik weiter gestärkt“, sagt Siegmund Mader, Spartengeschäftsführer Baustoffe.

Im Baustoffbereich investiert die BayWa 2019/2020 insgesamt rund 3,6 Mio. Euro. In Borna entsteht im Gewerbegebiet Eula, verkehrsgünstig nahe der A72 gelegen, ein neues Baustoffzentrum. Es wird voraussichtlich 2021 eröffnet. In Riesa und Oelsnitz im Vogtland wird der Außenbereich modernisiert, in Neustadt/Sachsen steht eine Dachsanierung an.

Das Thema Wohngesundheit treibt die BayWa weiter voran. Mit BauGesund-Partnerschaften spricht sie Handwerker ebenso an wie Bauträger und Architekten. Das Leistungspaket reicht von Schulungen rund um gesundes Bauen und Renovieren über den Zugriff auf emissionsarme Baustoffe, die zu einem gesunden Wohnklima beitragen, bis hin zu Raumluftmessungen durch Experten. 

Privaten Bauherren und Modernisierern steht ein umfassender Fördermittel-Service der BayWa zur Verfügung – zu den Leistungen, die sich aus dem Klimaschutzpaket des Bundes ergeben. Die Berater der BayWa zeigen auf, welche Energieeffizienz-Investitionen im Einzelfall sinnvoll sind, welche Fördermittel es gibt und wickeln die Antragstellung für den Kunden ab.
 

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  • © BayWa AG, Abdruck honorarfrei: Um die digitalen Angebote weiterzuentwickeln, tauscht sich die BayWa in einem Sonderprojekt regelmäßig mit einem landwirtschaftlichen Unternehmen im Altenburger Land aus. 2,6 MB / JPG Download