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BayWa Oberpfalz steigert Umsatz weiter – Digitale Lösungen stärken Präsenz vor Ort

Die BayWa Oberpfalz hat 2018 den Umsatz auf 372 Mio. Euro gesteigert (Vorjahr: 358 Mio. Euro). Die Bereiche Technik, Energie und Baustoffe legten dabei deutlich zu. Agrar schnitt angesichts der letztjährigen Trockenheit zufriedenstellend ab. Die BayWa setzt 2019 ihre Investitionen in der Oberpfalz fort, bringt weitere digitale Lösungen in die Region und Angebote für die Wärmewende beim Verbraucher.

Im Jahr 2018 investierte die BayWa in der Oberpfalz rund 7,6 Mio. Euro. Rund 80 Prozent der Aufträge gingen an Unternehmen, Handwerker und Dienstleister in der Region. Für das laufende Jahr sind an den Standorten Investitionen in Höhe von fast 9 Mio. Euro geplant. „Bei den Investitionen legt die BayWa ein besonderes Augenmerk darauf, digitale Innovationen mit den Standorten in der Region zu verknüpfen. Online-Angebote und Präsenz vor Ort verbinden wir zu einer starken Leistung für unsere Kunden“, sagte Dieter Popp, Leiter des Business Service Centers, bei der Präsentation der Geschäftszahlen am Mittwoch in Obertraubling. Traditionell stark engagiert sich die BayWa in der Aus- und Weiterbildung in der Region. Die BayWa ist in der Oberpfalz in den Bereichen Agrar, Technik, Energie und Baustoffe mit rund 660 Mitarbeitern vertreten; darunter sind fast elf Prozent Azubis. Diese Ausbildungsquote liegt deutlich über dem Bundesdurchschnitt. Zudem kann die BayWa in der Oberpfalz eine Übernahmequote von 77 Prozent vorweisen.

 

Agrar: Weitere Investitionen in Regensburg

Der Umsatz im Agrarbereich lag in der Oberpfalz bei 105 Mio. Euro (Vorjahr: 115 Mio. Euro). „Durch die Trockenheit im Sommer gingen die Ernte- und Erfassungsmengen beim Getreide deutlich zurück. Infolge des Niedrigwassers auf den Flüssen blieb das Erntegut teils in den Lagern. Wetterbedingt wurden auch weniger Pflanzenschutzmittel und Dünger nachgefragt“, merkte Meinrad Wimmer an, Spartengeschäftsführer Agrar. Das Jahr 2019 sei gut angelaufen. Bei einem durchschnittlichen Verlauf von Witterung und Vegetation werde der Umsatz steigen.

Wimmer sprach auch den Strukturwandel in der Landwirtschaft an. „Die Entwicklung zu immer weniger und dafür größeren landwirtschaftlichen Betrieben sehen wir schon seit Jahren – und diese Entwicklung wird sich fortsetzen. Die Aufgabe der BayWa besteht darin, diesen Strukturwandel zu begleiten und den Landwirt an leistungsfähigen Standorten zu bedienen, verbunden mit digitalen Angeboten. Beispielsweise ist in den vergangenen Jahren im Regensburger Osthafen ein leistungsfähiges Kompetenzzentrum für die Landwirtschaft von heute und morgen entstanden.“ Und die Investitionen gehen weiter in Regensburg: 2019 wird eine neue Düngermischanlage in Betrieb genommen.

Die BayWa investierte im Agrarbereich in den vergangenen fünf Jahren insgesamt rund 5,2 Mio. Euro. Allein 2018 lagen die Investitionen bei fast 850.000 Euro, in diesem Jahr geht es in einer ähnlichen Größenordnung weiter.

 

Neues Agrarzentrum für Wernberg-Köblitz

Ein neues BayWa Kompetenzzentrum entsteht derzeit in Wernberg-Köblitz. Ein Investor aus der Region errichtet für die Region Mittlere Oberpfalz einen hochmodernen Standort, den die BayWa langfristig anmietet. „Durch die Automatisierung bei der Erfassung werden wir am neuen Standort bis zu 150 Tonnen Getreide pro Stunde annehmen können. Für die Kunden verkürzen sich die Wartezeiten somit um ein Vielfaches“, so Meinrad Wimmer. Der 8.100 m2 große Standort ist bestens an die A6 und an die A93 angebunden. Eckdaten zu Wernberg-Köblitz: Getreidelager für 5.200 Tonnen, Düngemittellager für 2.300 Tonnen, Stückgutlager mit mehr als 800 m2. Wimmer: „Einen Teil der Anlagen können wir bereits im Sommer in Betrieb nehmen.“

 

Bio gewinnt an Bedeutung

Die Nachfrage nach Bioprodukten steigt und der Anteil der ökologischen Landwirtschaft nimmt zu. Die BayWa hat durch die Mitgliedschaft im Qualitätsprogramm „Bayerisches Bio-Siegel“ die Vermarktung von ökologisch erzeugten Agrarprodukten ausgebaut und ist zudem Mitglied im Biokreis e.V. „Neben der Erfassung und Vermarktung von Bio-Produkten bieten wir für die ökologische Landwirtschaft ein Spektrum, das von Saatgut über Düngemittel bis hin zu Futtermitteln reicht“, so Meinrad Wimmer. Und Heribert Schulte, Spartengeschäftsführer Technik, ergänzt: „Dass die Bedeutung der Öko-Landwirtschaft wächst, sehen wir auch bei der Nachfrage nach Maschinen. Striegel und Hacken für die mechanische Bearbeitung der Felder spielen eine immer größere Rolle.“

 

Stickstoffdüngung mit dem N-Manager

Was den schonenden Umgang mit Ressourcen anbelangt, hat die BayWa ihr Angebot an Smart Farming-Lösungen weiter ausgebaut und verfeinert. Ein Beispiel dafür ist die Stickstoffdüngung. „Das Thema treibt unsere Kunden sehr um – gerade auch vor dem Hintergrund der Düngeverordnung“, so Wimmer und Schulte. Mit dem N-Manager von FarmFacts, einer BayWa Tochter, können Landwirte die Teilflächen ihrer Felder bedarfsgerecht mit Stickstoff düngen. Basis dafür sind satellitengestützte Feld- und Bestandsanalysen. Mit dem N-Manager kann der Landwirt die Mengen der Düngeverordnung einhalten, Ressourcen schonend arbeiten und zugleich Erträge auf optimalem Niveau erzielen.

 

Technik: Hohe Investitionsbereitschaft der Landwirte

Angesichts guter Erzeugerpreise bei Getreide, Milch und Fleisch haben die Landwirte 2018 verstärkt in neue Maschinen investiert; auch bei Stallbauten und Service steigerte die Technik den Umsatz. Er lag 2018 in der Oberpfalz bei 89 Mio. Euro (Vorjahr: 81 Mio. Euro). „Traktoren waren ebenso gefragt wie Düngetechnik – auch an der Stelle macht sich die Düngeverordnung bemerkbar“, sagte Heribert Schulte. Und fuhr fort: „Wir sind auch mit hohem Auftragsbestand ins neue Jahr gestartet.“

Die Technik investiert in der Oberpfalz 2018/2019 rund
3 Mio. Euro. In Neunburg vorm Wald entsteht ein neues Landtechnik- und Servicezentrum. Derzeit läuft die Vergabephase. Der Betrieb wird am neuen Standort voraussichtlich Ende 2020 aufgenommen. In Schwarzenfeld wird ein neues BayWa Zentrum für Land-, Melk- und Kommunaltechnik gebaut. Es soll Mitte nächsten Jahres in Betrieb gehen. „In Neunburg vorm Wald und in Schwarzenfeld entstehen attraktive Betriebe für Acker- und Milchbauern sowie Kommunen mit Service-Ausstattung auf höchstem Niveau“, unterstreicht Heribert Schulte. Den neuen Standort in Schwarzenfeld setzt ein Investor aus der Region um, die BayWa mietet die Anlagen langfristig. Der Standort in Nabburg wird im neuen Betrieb Schwarzenfeld aufgehen. Die Melktechnik, die bisher in Neunburg vorm Wald angesiedelt war, wird nach Schwarzenfeld verlegt.

 

Energie: Lösungen für die Wärmewende

Im Energiebereich stieg der Umsatz auf 74 Mio. Euro (Vorjahr: 68 Mio. Euro). Wie Alfred Schmidts, Regionalleiter Energie, erläuterte, war 2018 das Heizöl- und Kraftstoffgeschäft durch besondere Ereignisse geprägt: das Niedrigwasser auf den Flüssen und den Ausfall bei einem Lieferanten durch die Explosion in der Raffinerie Vohburg. „Durch eine breit aufgestellte Beschaffung und eine leistungsstarke eigene Logistik konnten wir unsere Kunden in diesen Phasen jederzeit bedienen“, so Schmidts. Die Sparte Energie investiert in der Oberpfalz 2018/2019 mehr als 3 Mio. Euro, unter anderem in den Neubau einer Tankstelle in Neunburg vorm Wald.

Weiter zugelegt hat die BayWa auch mit ihren Angeboten für die Wärmewende beim Verbraucher. So stieg die Zahl der Hausbesitzer, die CO2-neutral mit Holzpellets heizen. Darüber hinaus bietet die BayWa Energie Dienstleistungs GmbH schlüsselfertige Wärme, die zu fast 90 Prozent aus regenerativen Quellen gespeist wird, vor allem aus Holzhackschnitzeln. Die BayWa liefert die Wärme dabei im Rahmen eines Contracting-Modells. Sie übernimmt Planung, Projektierung und Bau der Heizanlagen, zudem Betrieb, Service und Brennstoffversorgung. Nach diesem Modell läuft beispielsweise die Nahwärme-Versorgung für Parsberg und Neustadt/Waldnaab.

 

Baustoffe: Mit starker Logistik gepunktet

Der Baustoffbereich steigerte den Umsatz auf 104 Mio. Euro (Vorjahr: 94 Mio. Euro). „Wir konnten in allen Sortimentsbereichen zulegen. Die Nachfrage war in der Branche 2018 insgesamt sehr hoch – um Handwerker, Bauunternehmen und Privatkunden jederzeit bedienen zu können, kam uns unsere leistungsfähige Logistik sehr zugute “, sagte Erich Zepf, Spartengeschäftsführer Baustoffe. Der Baustoffbereich investiert 2018/2019 insgesamt fast 9 Mio. Euro: In Dietfurt entstand ein neues Baustoffzentrum mit Halle und attraktiven Ausstellungs- und Verkaufsräumen. Am Standort Schwandorf investierte die BayWa ebenfalls in eine neue Baustoffhalle. Die neue Halle samt überdachter Be- und Entladezone ist in Lappersdorf bereits fertig, voraussichtlich im Sommer startet dort der Neubau eines Bürogebäudes.

Für Handwerker und Bauunternehmen hat die BayWa eine in der Branche einmalige Verknüpfung von digitalem Angebot und Leistung vor Ort geschaffen. Online kaufen -vor Ort abholen: Die Kunden können ihre Baustoffe im Internet bestellen und einen Wunsch-Standort bestimmen, an dem sie die Waren abholen wollen. „Die Produkte werden innerhalb von drei Stunden für den Kunden bereitgestellt – an welchem Betrieb er sie auch immer abholen möchte“, erläutert Erich Zepf. Das Baustoffe Online-Portal, das zahlreiche Zusatzservices wie etwa Belegverwaltung bietet, nutzen inzwischen schon knapp 7.000 Profi-Kunden.

 

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