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BayWa Niederbayern 2019 erfolgreich unterwegs – Unterstützung bei der Suche nach Erntehelfern

Regionale Geschäftszahlen

Die BayWa Niederbayern hat 2019 den Umsatz auf 451 Mio. Euro* gesteigert (Vorjahr: 420 Mio. Euro*). Mit Agrar, Technik, Energie und Baustoffe trugen alle Bereiche dazu bei. Das Investitionsvolumen der BayWa in Niederbayern lag bei rund 4 Mio. Euro. Zirka 75 Prozent der Aufträge gingen an Unternehmen, Handwerker und Dienstleister in der Region. Für das laufende Jahr sind an den Standorten Investitionen in Höhe von 2,5 Mio. Euro geplant. Zudem treibt das Unternehmen in allen Bereichen die Themen Nachhaltigkeit und Digitalisierung voran, verknüpft Online-Angebote mit Leistungen an den Betrieben vor Ort. 

Traditionell stark engagiert sich die BayWa in der Aus- und Weiterbildung in der Region. Die BayWa ist in Niederbayern in den Bereichen Agrar, Technik, Energie 
und Baustoffe mit rund 850 Mitarbeitern* vertreten; darunter sind gut zehn Prozent Azubis. Diese Ausbildungsquote liegt deutlich über dem Bundesdurchschnitt.

Auch in der COVID-19-Krise erfüllt die BayWa eine wichtige Versorgungsfunktion für die Region Niederbayern. Die BayWa Betriebe sind unter Einhaltung der Sicherheitsmaßnahmen zum Infektionsschutz weiter für systemrelevante Bereiche wie Landwirtschaft und Bauhandwerk geöffnet. Die Versorgung mit Kraft- und Brennstoffen ist sowohl für Gewerbe- als auch Privatkunden sichergestellt. Angesichts der COVID-19-Krise ist derzeit allerdings nicht seriös einschätzbar, wie das Geschäftsjahr 2020 weiter verläuft.

Aufgrund von Einreisebeschränkungen für Saisonarbeitskräfte infolge der COVID-19-Krise suchen Landwirte händeringend nach Erntehelfern. Zwar dürfen bis Juni 80.000 Saisonarbeitskräfte aus Osteuropa nach Deutschland einreisen. Da aber insgesamt rund 300.000 Helfer fehlen, hoffen die Landwirte auch auf fachfremde Freiwillige. Die BayWa unterstützt die Landwirte bei der Suche durch die Vernetzung von Informationen und Vermittlungsplattformen auf www.baywa.com 


Agrar: Angebot für Ökolandwirte weiter gestärkt
Der Umsatz im Agrarbereich lag in Niederbayern bei 115 Mio. Euro (Vorjahr: 113 Mio. Euro). „Die Ernte 2019 ist sowohl von der Qualität her wie bei der Menge gut ausgefallen, die Erfassungsmengen waren höher als im Vorjahr. Beim Saatgut stieg die Nachfrage im Vergleich zu 2018. Bei Dünge- und Pflanzenschutzmitteln haben wir im zweiten Halbjahr einen leichten Rückgang verspürt, auch eine Auswirkung der Düngeverordnung“, sagt Meinrad Wimmer, Spartengeschäftsführer Agrar Ostbayern.

Das Angebot für Ökolandwirte baut die BayWa weiter aus, ein eigener Zielgruppenmanager Ökolandbau ist Ansprechpartner in Ostbayern. Die BayWa versorgt Biobauern mit Saatgut und weiteren Betriebsmitteln. Für die Erfassung von Bioerzeugnissen wird die BayWa in Niederbayern voraussichtlich zur Ernte 2021 eine zertifizierte Anlaufstation anbieten können. Zudem investiert die BayWa weiter in die Verknüpfung von Online-Angeboten und leistungsfähigen Standorten in der Region. Auch die Zustell-Logistik im Agrarbereich hat das Unternehmen weiter verstärkt.

Smart Farming-Lösungen aus Pfarrkirchen
Wie Meinrad Wimmer und Heribert Schulte, Spartengeschäftsführer Technik in Ostbayern, schildern, treibt die BayWa für die Landwirte auch das Thema Automatisierung und Digitalisierung weiter intensiv voran. Eine wichtige Rolle spielen dabei Lösungen der Marke Next Farming, entwickelt von der BayWa Tochter FarmFacts GmbH, die ihren Hauptsitz in Pfarrkirchen hat. Bereits heute nutzen rund 19.000 Landwirte, die mehr als 25 Prozent der landwirtschaftlichen Flächen in Deutschland bewirtschaften, die Anwendungen von Next Farming. 

Dass Digitalisierung und Nachhaltigkeit direkt ineinandergreifen, unterstreicht ein neues Digital-Servicepaket der BayWa, mit dem der Landwirt ertragsschwache Teilflächen insbesondere in Grenznähe zu Naturschutz- und Waldflächen oder Fließgewässern im Sinne der Ökologie nutzen kann. Er kann Blühflächen anbauen, die zum Erhalt der Artenvielfalt beitragen. Dies wird gefördert – und ist auch für Landwirte praktikabel, die bislang keine Erfahrung mit Smart Farming haben.

Technik: Nachfrage nach Traktoren stieg deutlich
Die Nachfrage nach Traktoren, weiteren Maschinen und Stallbauten stieg 2019 deutlich im Vergleich zum Vorjahr; im Service-Bereich legte die BayWa ebenfalls zu. Der Technik-Umsatz stieg 2019 in Niederbayern auf 90 Mio. Euro (Vorjahr: 77 Mio. Euro). Heribert Schulte: „Allein bei den neuen Traktoren lag der Absatz 2019 um 20 Prozent über dem Vorjahr.“ 

Ein Grund für den Umsatzanstieg: Die landwirtschaftlichen Betriebe werden im Rahmen des Strukturwandels in der Branche größer, die Agrarunternehmer zeigten eine hohe Investitionsbereitschaft in Landtechnik und in Ställe. Der Umsatz mit Infrastruktur für die Milchwirtschaft, also Stallbauten und Melktechnik, stieg um etwa 30 Prozent. Bemerkbar machte sich auch, dass die BayWa ihr Vertriebs-Team für die Landtechnik weiter ausgebaut hat, das Servicegeschäft in den Werkstätten nahm ebenfalls zu. 2020 wird der Technik-Bereich in Adldorf in eine neue Ausstellungshalle für Maschinen investieren.

Energie: Holzpellets-Absatz stieg um ein Viertel
Der Energie-Bereich steigerte seinen Umsatz in Niederbayern auf 116 Mio. Euro (Vorjahr: 106 Mio. Euro). Gründe dafür waren laut Alfred Schmidts, Regionalleiter Energie, unter anderem der starke Dieselverkauf auf Baustellen, teils zogen Kunden den Heizölkauf aufgrund des Klimaschutzpakets des Bundes vor. Der Absatz von Holzpellets stieg im Jahr 2019 um ein Viertel im Vergleich zu 2018. Im Zuge der Energiewende schafften sich mehr Bauherren und Hausbesitzer eine Pellets-Heizung an.

E-Mobilität für Unternehmen, Kommunen, Landwirte
Weiter ausgebaut hat die BayWa ihr Angebot für Elektromobilität. Sie spricht damit insbesondere Flottenbetreiber wie Speditionen, Gewerbe oder Kommunen an. Das Spektrum reicht von Flottenanalysen und Mobilitätskonzepten bis hin zur Montage und Wartung von Ladeinfrastruktur. Damit die E-Fahrzeuge direkt vor Ort grünen Strom laden können, realisiert die BayWa für ihre Kunden neben der Ladeinfrastruktur auch Photovoltaik-Anlagen. Für Bauhöfe oder Stadtgärtnereien hat die BayWa bereits Elektrotransporter im Sortiment. Das Kommunaltechnik-Zentrum für Ostbayern ist in Obertraubling angesiedelt. Für die Landwirtschaft gibt es beispielsweise strombetriebene Futtermischwagen.

Baustoffe: BauGesund-Partnerschaften mit Handwerk
Der Baustoffbereich steigerte den Umsatz auf 130 Mio. Euro* (Vorjahr: 124 Mio. Euro*). „Die Nachfrage stieg 2019 in allen Sortimentsbereichen. Um Kunden verlässlich und rasch zu beliefern, haben wir unsere Logistik weiter gestärkt“, sagt Rudolf Spannbauer, Spartengeschäftsführer Baustoffe.

Das Thema Wohngesundheit treibt die BayWa weiter voran. Mit BauGesund-Partnerschaften spricht sie Handwerker ebenso an wie Bauträger und Architekten. 
Das Leistungspaket reicht von Schulungen rund um gesundes Bauen und Renovieren über den Zugriff auf emissionsarme Baustoffe, die zu einem gesunden Wohnklima beitragen, bis hin zu Raumluftmessungen durch Experten. 

Privaten Bauherren und Modernisieren steht ein umfassender Fördermittel-Service der BayWa zur Verfügung – zu den Leistungen, die sich aus dem Klimaschutzpaket des Bundes ergeben. Die Berater der BayWa zeigen auf, welche Energieeffizienz-Investitionen im Einzelfall sinnvoll sind, welche Fördermittel es gibt und wickeln die Antragstellung für den Kunden ab.

*ohne Haustechnik. Seit Anfang 2019 tritt der Haustechnikbereich der BayWa als 100-prozentige Konzerngesellschaft auf. Die BayWa Haustechnik GmbH ist überregionaler Anbieter von Installationsdienstleistungen für Heizung, Sanitär und Lüftung.

  • © BayWa AG, Abdruck honorarfrei: Die Smart Farming Lösungen aus Pfarrkirchen kommen heute schon bei knapp 19.000 Landwirten in Deutschland zum Einsatz. 9,3 MB / JPG Download