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BayWa AG stellt Agrargeschäft in Nord- und Ostdeutschland neu auf

Das Ziel sind mehr Effizienz und eine stärkere Vermarktungsposition im deutschen Agrarhandel

Um ihre Wettbewerbsfähigkeit im deutschen Agrarhandel zu erhöhen, plant die BayWa AG eine Neu-Organisation ihres ostdeutschen Agrargeschäftes. Der Handel mit Betriebsmitteln sowie die Erfassung und Vermarktung von Agrarerzeugnissen in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern sollen ab 2021 unter der einheitlichen Leitung der BayWa Agrarhandels GmbH, einer 100-prozentigen Tochter der BayWa AG, gebündelt werden. Bisher sind in Nord- und Ostdeutschland sowohl die BayWa selbst als auch die BayWa Agrarhandel GmbH als Agrarhandelspartner aufgetreten. Mit der jetzt geplanten Neu-Strukturierung erhöht die BayWa ihre Schlagkraft und die Effizienz ihrer Aktivitäten vor Ort und stärkt damit insgesamt ihre Vermarktungsposition im deutschen Agrarhandel. So werden auch die Landwirte in Süddeutschland von einer zukünftig stark optimierten Lieferkette bis zu den Ostseehäfen profitieren.

„Der Veränderungsdruck in der Landwirtschaft ist sowohl eine Herausforderung als auch eine Chance für den deutschen Agrarhandel“, sagt Klaus Josef Lutz, Vorstandsvorsitzender der BayWa AG. „Agrar ist ein wesentlicher Teil der DNA der BayWa – das gilt für alle unsere Vertriebsgebiete. Wir sind überzeugt, dass wir auch in Zukunft der gewohnt leistungsfähige Partner für die Landwirte sein werden und unser Geschäft erfolgreich betreiben können. In Verbindung mit der Neu-Organisation in Nord- und Ostdeutschland werden wir darum auch dort in neue Vertriebs- und effiziente Logistikkonzepte investieren und unsere Betriebe zu modernen, leistungsfähigen Agrarstandorten ausbauen.“

Historisch bedingt verfügen die Regionen in Nord- und Ostdeutschland über große Getreidelagerkapazitäten, die nicht mehr benötigt werden. Die Erfassungsmenge dort sinkt seit Jahren. Die Agrarstruktur im Nord-Osten, die sich sehr stark von den Entwicklungen in kleiner strukturierten Regionen wie Süddeutschland unterscheidet, hat dazu geführt, dass Agrarbetriebe zunehmend eigene Lager- und Logistikkapazitäten aufbauen. Sowohl für sich als auch in Dienstleistung für andere Landwirtschaftsbetriebe übernehmen sie damit immer mehr klassische Handelsfunktionen. Zusätzlich limitierend auf die Erfassungsmengen im Nord-Osten wirkt auch der Klimawandel: Im Vergleich zu Süddeutschland haben die Regionen in Nord- und Ostdeutschland bereits in den vergangenen Jahren besonders stark unter extremen Wetterlagen, vor allem Trockenheit, gelitten.

Nicht mehr benötigte Lagerkapazität wird die BayWa deshalb im Rahmen der Neu-Organisation mittelfristig abbauen und an interessierte Landwirte abgeben, die diese zukünftig weiter nutzen wollen. 2021 wird die Zahl der BayWa Erfassungsstandorte und Getreidelager in Nord und Ost von insgesamt 50 auf 30 sinken. Knapp 90 von rund 390 Stellen fallen damit weg. Die Belegschaften der Spartenregion Ost und der BayWa Agrarhandel GmbH wurden über die erforderlichen Maßnahmen sowie den zeitlichen Ablauf informiert. Die Verhandlungen mit dem Gesamtbetriebsrat zum Abschluss eines Interessenausgleichs und Sozialplans für jene Mitarbeiter, die von den Schließungen betroffen sind, werden zeitnah beginnen. Gemeinsames Ziel ist, die Neu-Strukturierung sozial verträglich zu gestalten. Die BayWa geht davon aus, dass unter anderem über Ruhestandsregelungen oder die Wechselmöglichkeit auf andere offene Stellen innerhalb des BayWa Konzerns die Zahl der tatsächlich von Stellenabbau betroffenen Mitarbeiter deutlich unter 90 liegen wird.

BayWa Agrarhandel GmbH

Die BayWa Agrarhandel GmbH ist eine 100-prozentige Tochter der BayWa AG. Der Schwerpunkt des Geschäfts liegt in der Erfassung und Vermarktung von Agrar-Rohstoffen sowie dem Vertrieb von Betriebs- und Futtermitteln. Zu den Abnehmern der landwirtschaftlichen Erzeugnisse gehören Verarbeiter in Deutschland und Europa. Über die Ostsee-Hafenstandorte Vierow (bei Greifswald) und Mukran (Rügen), an denen die BayWa Agrarhandel GmbH beteiligt ist, werden darüber hinaus auch die Exportmärkte außerhalb der EU bedient.

 

 

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