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„Deutschland entzieht sich seiner globalen Verantwortung“: BayWa CEO Lutz fordert Nutzung von Brachen für Brotweizen

Als „verantwortungslos und völlig falsches Signal in der Krise“ kritisiert Prof. Klaus Josef Lutz, Vorstandsvorsitzender der BayWa AG, die Ablehnung des Bundeslandwirtschaftsministeriums, ökologische Vorrangflächen 2022 ohne Einschränkung für den Anbau frei zu geben. „Statt ideologisch eingefärbter Denkverbote braucht es jetzt ein klares Signal in den Markt, dass alle Produktionspotenziale genutzt werden, um die Nahrungsmittelversorgung sicherzustellen. Die Preise für Brotweizen und andere Agrarrohstoffe gehen durch die Decke. Grundnahrungsmittel für Menschen in den ärmeren Ländern werden unerschwinglich“, so Lutz.

„Jetzt wäre auch die Gelegenheit, mit klaren Aussagen für den Herbst, in dem mehr Brotweizen ausgesät werden könnte, ein Zeichen zu setzen. Der Einsatz von Dünger und Pflanzenschutz ist wichtig, um eine ausreichende Ernte abzusichern. Dies würde helfen, die Angst der Märkte vor einer drohenden Knappheit und die Preisspirale, die daraus entsteht, zu dämpfen. Stattdessen schert Deutschland in einer so wichtigen Frage aus der Solidargemeinschaft Europas aus und entzieht sich seiner globalen Verantwortung.“

Die Preise für Agrarrohstoffe sind seit Ausbruch des Krieges in der Ukraine stark gestiegen. Die Weltmarktpreise für Brotweizen sind auf Rekordniveau. Darunter leiden vor allem Länder in Nordafrika und im arabischen Raum, die bis dato zum Großteil aus der Schwarzmeerregion versorgt wurden.

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