Die Aktionäre stimmten einer Dividendenerhöhung von 28 Cent auf 30 Cent je Stückaktie zu. Der Börsenwert des Konzerns hat erstmals die „Ein-Milliarden-Grenze“ überschritten.
„Wir haben die günstigeren Rahmenbedingungen für ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr 2006 genutzt.“ Mit diesen Worten kommentierte der Vorstandsvorsitzende des BayWa Konzerns, Wolfgang Deml, vor der Hauptversammlung die deutlichen Zuwächse bei Umsatz und operativem Ergebnis. Dies zeige sich auch in der Wertentwicklung des Konzerns an der Börse. Die Marktkapitalisierung habe sich im Berichtsjahr um 275 Mio. Euro auf 823 Mio. Euro gesteigert und liege aktuell erstmals über einer Milliarde Euro. Investoren schätzten besonders die interessanten Märkte und Wachstumsperspektiven des Konzerns, seine hohe Substanz und dessen solide Entwicklung. Der Anteil institutioneller Anleger wachse stetig und habe inzwischen 17 Prozent erreicht, so Deml.
Bestes Ergebnis bisher
Der Konzern hat 2006 den Konjunkturaufschwung, die Wende am Bau, den milden Winter und Mehrwertsteuer-Vorzieheffekte für eine Umsatzsteigerung um 12 Prozent auf 7,3 Mrd. Euro genutzt. Deutlich gestiegen ist das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Mit 69,8 Mio. Euro liegt es um 66 Prozent über Vorjahreshöhe. Den Jahresüberschuss erhöhte der Konzern um 48 Prozent auf 57,4 Mio. Euro. Das um einmalige Ertrags- und Aufwandseffekte bereinigte Ergebnis konnte von 56 Mio. Euro auf 85 Mio. Euro angehoben werden.
Umsatz- und Ergebniszuwachs geplant
Aufgrund des sehr milden Winters und Frühjahrs ist der BayWa Konzern gut in das laufende Geschäftsjahr gestartet. Der frühe Vegetationsbeginn beflügelte das Agrargeschäft und die rege Bautätigkeit den Baustoffhandel. Der Konzernumsatz in Höhe von 1,4 Mrd. Euro lag im ersten Quartal 2007 um knapp 11 Prozent über der vergleichbaren Vorjahreshöhe. Von besonderer Bedeutung für die Gesamtentwicklung wird laut Deml die Witterung im vierten Quartal sein. Denn im letzten Jahr war bei außergewöhnlich milden Temperaturen die Geschäftstätigkeit bis zum Jahresende sehr lebhaft. Die Aussichten der Kerngeschäftsfelder für das laufende Geschäftsjahr seien aber insgesamt gut. So rechnet die Konzernleitung bei Fortsetzung der guten konjunkturellen Entwicklung mit weiter steigenden Umsätzen. Zum Ergebnis äußerte sich der Vorstandsvorsitzende zurückhaltender. Die BayWa wolle 2007 wieder ein gutes Ergebnis erwirtschaften, auch wenn es schwierig sein werde, in einem „Normaljahr“ den außergewöhnlichen Erfolg des Vorjahres zu wiederholen.
Die Nachfrage nach Agrarrohstoffen für Ernährung und Bioenergie wächst weltweit, die Preise für Weizen, Mais und Ölsaaten steigen zunehmend. Mit modernen Umschlagsanlagen an Binnenhäfen wie in Straubing schafft der BayWa Konzern die logistischen Voraussetzungen für den internationalen Handel.